Müller-Miklaw-Nickel Ingenieurgesellschaft
Sächsische Zeitung
Dienstag, 03.07.2018

Baustart nach langer Ungewissheit

Neben einer Ackerfläche an der Querallee werden 16 Grundstücke erschlossen. Archäologische Funde beweisen eine frühere Besiedlung.

Von Marcus Herrmann

 

Die Arbeiten am Baugebiet „Am Stadtblick“ haben begonnen. Nach der Erschließung dürften die ersten Häuser noch in diesem Jahr in die Höhe wachsen.
Die Arbeiten am Baugebiet „Am Stadtblick“ haben begonnen. Nach der Erschließung dürften die ersten Häuser noch in diesem Jahr in die Höhe wachsen.

© Claudia Hübschmann

Meißen. Viel ist um die Bebauung mit Reihenhäusern für das Wohnquartier „Am Stadtblick“ diskutiert und gerungen wurden. In mehreren Sitzungen des Bauausschusses oder des Stadtrates wurde der Ursprungsplan mehrmals verworfen, wurden Bedenken von Anwohnern angehört, konnten diese teilweise zerstreut werden.

Bereits vor knapp zwei Jahren hatte der Stadtrat einen Entwurf für einen Bebauungsplan angenommen. „Bei der Entwicklung des Baugebietes sind aber insgesamt über drei Jahre mit Planen, Verhandeln und vor allem geduldigen Abwarten vergangen“, erinnert sich der Geschäftsführer des Krögiser Unternehmens Reuschel Bau, Uwe Reuschel. Die für den Neubau von 16 Reihenhäusern gegründete Reuschel Haus und Grund GmbH ist der Investor am Meißner Stadtrand.

Ende Juni konnte nun die feierliche Grundsteinlegung mit dem symbolischen Startschuss für die Erschließungsarbeiten erfolgen, zeigt sich Reuschel erfreut.

Der Weg dahin sei indes nicht leicht gewesen. Zwar klappte es mit dem Spatenstich schon vor über einem Jahr im Rahmen archäologischer Untersuchungen. Jedoch waren die Anwohner an der Querallee zunächst nicht mit der fehlenden Wendemöglichkeit am Ende der neuen Stichstraße einverstanden, fehlten in den Bauzeichnungen außerdem öffentliche Stellplätze im Norden des Wohngebietes. Diese Forderungen wurden – wie auch eine zusätzliche Baumreihe – später berücksichtigt.

Anfang 2017 traten jedoch erneut Bedenken an die Öffentlichkeit. Weil die Eigenheime auf einem landwirtschaftlich genutzten Areal entstehen sollen, gab es Zweifel hinsichtlich der Sinnhaftigkeit, dem Bau der maximal eineinhalbgeschossigen Häuser zuzustimmen. Außerdem konnten Fragen zur richtigen Schmutzwasserentsorgung erst mit zeitlicher Verzögerung geklärt werden. Letztlich musste der Flächennutzungsplan für das Baugebiet an der Wilsdruffer Straße geändert werden.

Was lange währt, wird gut, findet Uwe Reuschel, den mit dem Quartier mehr verbindet, als geschäftliches Interesse. „Mein Großvater Karl Reuschel hat bis vor etwa 70 Jahren mit Pferd und Pflug das Feld bestellt. Mein Vater Christian Reuschel zog hier bis vor etwa 45 Jahren mit Traktor und Pflug die Ackerfurche“, erinnert sich Uwe Reuschel.

Er selbst sei zwar kein Bauer geworden, aber von der Idee überzeugt, für das attraktive Wohnen mit Häusern samt blühenden Gärten die nötigen Voraussetzungen schaffen zu können. Dass auf dem jetzt zu bebauenden Flurstück schon früher Leute gelebt hatten, hätten die archäologischen Untersuchungen bestätigt. „Dabei wurden Keramikscherben gefunden, anhand derer eine frühe Besiedlung von mindestens 1000 Jahren vor Christus ermittelt wurde.

Das ist ein deutliches Indiz, dass schon unsere Vorfahren diesen Flecken Erde als angenehmen Lebensraum betrachteten“, sagt der Bauherr und sieht die Berechtigung seines Vorhabens bestätigt. Für die Stadt Meißen biete sich mit der Bereitstellung der Baugrundstücke eine weitere Chance, überwiegend junge Einwohner anzulocken. Passend dazu teilt Reuschel mit: „Die Käufer der bisher vergebenen 50 Prozent der 16 Grundstücke kommen neben Meißen aus den umliegenden Städten, zum Beispiel aus Freital, Radebeul und Dresden.“

Ein entscheidendes Argument für das Baugebiet und dessen abschließende Genehmigung vergisst der Geschäftsführer dabei nicht zu erwähnen. „Es hat bereits in den 1970er-Jahren Baupläne dafür gegeben, die wiederentdeckt wurden. Schon diese hatten für das Wohngebiet Stadtblick vorgesehen, einen weiteren Bauabschnitt zu komplettieren. In etwa so, wie wir das jetzt verwirklichen.“ Nichtsdestotrotz werden die Anwohner den Fortschritt des Projektes sehr genau beobachten.

Sächsische Zeitung
Mittwoch, 13.06.2018

Freie Fahrt auf Hühndorfer Höhe

In dieser Woche werden die Straßenbauarbeiten auf der Straße in Wilsdruff abgeschlossen. Dann sind nur noch Restarbeiten zu erledigen.

 
Es sind nur noch Restarbeiten nötig, wie das Aufbringen der Fahrbahnmarkierung.
Es sind nur noch Restarbeiten nötig, wie das Aufbringen der Fahrbahnmarkierung.

© Symbolfoto: Dirk Zschiedrich

Wilsdruff. Wie die Stadt Wilsdruff mitteilt, werden die Straßenbauarbeiten auf der Hühndorfer Höhe in diesen Tagen abgeschlossen. Nach der Verlegung der Abwasserdruckleitung nach Dresden wurde der Asphalt komplett erneuert. Dies war notwendig, weil bei den Arbeiten Schäden an den Binde-, Trag- und Deckschichten festgestellt wurden. Aufgrund der Bauarbeiten an der Nebenstraße, sei es insbesondere am ersten Juni-Wochenende zu schweren Verkehrsbehinderungen gekommen. Die betrafen weniger die Wilsdruffer Einwohner als die ansässigen Firmen. Die Unternehmen arbeiten auch am Wochenende im Schichtsystem. Dem entsprechend musste der Lieferverkehr aufrechterhalten werden. Die Firma Wackler duldete für mehrere Tage eine Umleitung, die über ihr Firmengelände führte. Ohne dieses Entgegenkommen, wären die Arbeiten an der Straße nicht möglich gewesen, so die Stadt. In den kommenden Tagen sollen nun noch einige Restarbeiten durchgeführt werden. So müssen noch die Schachtdeckel eingesetzt und die Bankette eingebaut werden. Im Anschluss folgt die Angleichung der Einfahrten und das Aufbringen der Fahrbahnmarkierungen. (hhe)

Sächsische Zeitung 24.05.2018
Donnerstag, 24.05.2018

Buddeln im neuen Wohngebiet

Am Heideblick in Großenhain sind die Bäume weg und die Bagger da. Bis Herbst soll die Erschließung erfolgen.

Von Kathrin Krüger-Mlaouhia

 

Die Melioration Meißen arbeitet im künftigen Eigenheimstandort.
Die Melioration Meißen arbeitet im künftigen Eigenheimstandort.

© Kristin Richter

Großenhain. Die Meißner Melioration arbeit derzeit auf dem Gelände des künftigen Wohnstandortes Heideblick. Eine Bautafel an der Wildenhainer Straße informiert über das Vorhaben. Wo einst Bäume standen, wird nun der Boden gleichgezogen, damit auch Schmutzwasser- und Trinkwasserleitung in die Erde können. Bis Herbst wird diese Erschließung erfolgen, so der Bauleiter vor Ort. Ab nächster Woche soll die große Wasserleitung vom Wasserwerk an der Wildenhainer Straße auf den Kupferberg noch umverlegt werden. Die Kosten dieser Umverlegung teilen sich die Wasserversorgung und der Investor Lehmann Immobilien aus Meißen. Viele der 21 Grundstücke hat Lehmann Immobilien bereits verkauft. Sieben Parzellen sind noch verfügbar. Die Grundstücke sind 440 bis über 1000 Quadratmeter groß.

Für den 23. August ist ein Tag der offenen Baustelle angekündigt. Dann können Besucher das künftige Wohngebiet Heideblick besichtigen. Es hat seinen Namen behalten, obwohl im Stadtrat andere Namensvorschläge wie „Heideexer“ oder „Am Exerzierplatz“ diskutiert worden waren.

Sächsische Zeitung
Montag, 14.05.2018

19 Millionen Euro für den Hochwasserschutz

192 Schäden durch Hochwasser und Starkregen – seit fünf Jahren arbeitet die Gemeinde an der Beseitigung.

Von Udo Lemke

 

© Symbolbild/dpa

Rothschönberg. Dieter Schneider hat drei rote Kringel in das Kartenblatt, das den Ortsteil Rothschönberg zeigt, eingetragen. Damit sind drei der 192 Baumaßnahmen zur Beseitigung von Schäden durch das Hochwasser 2013 und den Starkregen 2014 markiert. Die Brücke des Wanderwegs über den Tännichtbach muss neu gebaut werden, das heißt, dass neue Widerlager, wo die eigentliche Brücke aufliegt, gebaut werden müssen, und die Bachufer müssen repariert werden. Diese Tiefbauarbeiten erledigt die Firma von Uwe Riße aus Sora für rund 35 000 Euro.

Die eigentliche Brückenkonstruktion baut die Metallbaufirma von Uwe Krause in Tanneberg für gut 15 000 Euro. Erfreulich ist, dass die zweite Baumaßnahme einen Bach wieder zurück ans Licht holt. Gemeint ist der Mahlitzscher Bach zwischen S 83 Tännichtstraße und seiner Einmündung in den Tännichtbach.

„Der Bach ist verrohrt, ein Teil der Rohre aber zerstört“, so Dieter Schneider. Der Bach wird auf einer Länge von etwa 200 Metern wieder naturnah hergestellt. Die Firma Teichmann Bau GmbH aus Wilsdruff wird die Arbeiten für 148 000 Euro erledigen. Man sei hier geradeso um ein umfangreiches Planfeststellungsverfahren herumgekommen, erklärt der Bauamtschef. Wenn schon die Landeigentümer einverstanden seien, dass der Bach wieder hergestellt wird, warum müsse es dann so einen bürokratischen Aufwand geben, fragt er. „Das ist alles Zeit, die uns woanders fehlt.“
Der dritte rote Kringel auf der Landkarte bezeichnet die Reparatur einer Anliegerstraße von der Tännichtbachstraße entlang des Däumlichbachs in Rothschönberg und die Sanierung des Bachlaufs. Die Firma Weber Bau GmbH aus Großenhain wird das zum Bruttopreis von rund 113 000 Euro erledigen.

Das Erfreuliche an all den Baumaßnahmen ist, dass sie der Freistaat Sachsen zu 100 Prozent bezahlt. Sie summieren sich im Gemeindegebiet von Klipphausen mit seinen 43 Ortsteilen auf rund 19 Millionen Euro. Bislang ist etwa ein Drittel dieser Summe abgearbeitet.

Das Unerfreuliche an der Finanzierung der Schadensbeseitigung besteht darin, dass sich der Freistaat dafür von der Gemeinde Klipphausen Kredite geben lässt. Denn erst, wenn die einzelnen Baumaßnahmen abgerechnet sind, erhält die Gemeinde ihr vorgeschossenes Geld zurück. „Derzeit liegen wir mit etwa einer Million Euro in Vorleistung“, so Dieter Schneider. Während die Gemeinde von der Sächsischen Aufbaubank relativ schnell ihre Rechnungen bezahlt bekommt, lässt sich das Landesamt für Straßenbau als zweiter Kreditausreicher Zeit.

Der Gemeinderat hat nicht nur die drei Hochwassermaßnahmen in Rothschönberg bewilligt, sondern noch sechs weitere. So soll auch im Ortsteil Miltitz wieder ein Gewässer freigelegt werden. Die Firma Melioration GmbH aus Meißen wird ein etwa 100 Meter langes Teilstück zum Bruttopreis von 38 000 Euro wieder ans Licht holen. Alle Radfahrer dürfte der Beschluss des Gemeinderates, Aufträge zum Neubau der Brücke über die Wilde Sau, kurz vor ihrer Einmündung in die Elbe in Gauernitz freuen. Unmittelbar am Elbschlösschen soll das Bauwerk entstehen.

Sächsische Zeitung
Mittwoch, 09.05.2018

Braunsdorf bekommt LED-Beleuchtung

Die knapp 50 Jahre alten Masten haben ausgedient. Die Stadt investiert in neue Technik.

 

© Archiv/SZ

Wilsdruff. Die Straßenbeleuchtung an der Ernst-Thälmann-Straße in Braunsdorf wird in diesem Jahr erneuert. Wie die Stadtverwaltung mitteilt, wurde ein im Oktober vergangenen Jahres gestellter Förderantrag bewilligt. Die Stadt erhält zu den veranschlagten Baukosten über rund 81 300 Euro eine Förderung in Höhe von 65 Prozent, das heißt 52 800 Euro, vom Freistaat. Nun wird die Ausschreibung für das Projekt vorbereitet. Spätestens bis zum Februar 2019 muss das Vorhaben abgeschlossen sein.

 

Die alten Freileitungsmasten in Braunsdorf sind bereits rund 50 Jahre alt und entsprechen nicht mehr den heutigen Anforderungen. Jetzt sollen zwischen dem Gartenweg und dem Ortsausgang in Richtung Oberhermsdorf in einem Abstand von 35 Metern zwölf neue Lampen mit modernen, energiesparenden LEDs, errichtet werden. Dazu ist es erforderlich, den schmalen Gehweg komplett zu öffnen und im Anschluss das vorhandene Betonpflaster wieder neu zu verlegen. Die alten Holzmasten und Betonfundamente werden entfernt. Künftig sollen die Gehwege mehr Platz bieten. (hhe)